Gaulin und Partner präsentieren
|
Zeichnungen | Skulptur | Malerei
|
|
Heike Jeschonnek
|
|
Pomona Zipser
|
|
Zwinger
|
Heike Jeschonnek
"STARTEN" 2008
Paraffin auf Papier - coloriert - 120 x 240 cm
|
HEIKE JESCHONNEK
Die Arbeit der Berliner Künstlerin, 2006 Karl-Hofer-Stipendiatin, würdigen die
GALERIE GAULIN & PARTNER mit einer Einzelausstellung und Katalog.
"Heike Jeschonnek schlägt ein neues Kapitel in der malerischen Auseinandersetzung
mit dem Thema Architektur und Stadtlandschaft auf. Kennzeichnend für ihr Werk ist
die Arbeit mit dem Werkstoff Wachs und ein Überlagerungsverfahren, das der Eigengesetzlichkeit
des Materials folgt.
Das Vorgehen der Künstlerin ist beobachtend, assoziativ und intuitiv. Der Auftrag
des Wachses mit dem Pinsel auf den Bildkörper entsteht in einem vielschichtigen
Transformationsprozess mit erwünschten Kontrollverlusten.
Konzentrierte sich die Künstlerin in ihren frühen Bildern überwiegend auf bekannte
Berliner Bauwerke, die sie isoliert im ort- und menschenlosen Raum plazierte, bindet
sie in ihre jüngsten Arbeiten auch narrative Elemente ein und bewegt sich im Spannungsfeld
von Figur und Umraum.
.... In einer Geste des Grabens und Wiederholens führt die Künstlerin in einer
feinsinnig lyrischen Ausdrucksstärke das Verdämmern von Erinnerungen und flüchtigen
Eindrücken wie in einem Zeit-Katalysator zusammen." (Angelika Sommer)
_____________
|
Pomona Zipser
"Unter die Decke geklemmt"
Holz, Metall, Strick, Farbe 360 x 115 x 160 cm
|
POMONA ZIPSER
In der Landschaft der zeitgenössischen bundesdeutschen ja vielleicht sogar internationalen
Bildhauer/innen nimmt die in Berlin lebende Künstlerin Pomona Zipser mit faszinierender
Beständigkeit eine ganz eigene Position ein. Im neuen Katalog zur jetzigen Ausstellung
- der in Zusammenarbeit mit der renommierten Münchener Galerie Marie-Jose van de Loo und dem Freiburger
MORAT-Institut - erscheint, schreibt Jörn Merkert, Direktor des Berliner Museums Berlinische Galerie
unter anderem:
"Pomona Zipser steht im permanenten Dialog mit dem, was sie mit den ersten Schritten, Montagen,
Eingriffen schon gebaut hat, und was in wachsendem Maße sein Eigenleben entfaltet.
Es gehören künstlerischer Mut und Selbstbewußtsein dazu, auf dieses eigene Leben des noch lange
unvollendeten Kunstwerks zu achten, sich darauf einzulassen und mit kultivierter Spontaneität
zu antworten, es weiter zu entwickeln, zu verändern, Teile zu verwerfen und zu entfernen, umzubauen
und doch auch wieder zu belassen. In der Erarbeitung tastet sie sich oft in einer Methodik voran,
die man direkt mit der Art vergleichen kann, wie manche Skulpturen am Ende schließlich selbst den
Raum erkunden. Deswegen sind Herstellungsprozess und Ausdruckshaltung ihrer Arbeiten immer unauflösbar
miteinander verstrickt, ganz verblüffend identisch. Das bedingt auch die stille Intensität ihrer
Ausstrahlung, ohne jedes Pathos, ohne lauten Auftritt."
|
_____________
|
Zwinger
"LICHTSMOKE"
Öl auf Leinwand - 100 x 80 cm
|
ZWINGER
Der Künstler ZWINGER, lebend am Greifswalder Bodden, die Bestechlichkeit der Landschaft
und Caspar David Friedrich im Nacken, wußte schon 2006 mit seiner Berliner Ausstellung,
die anschließend im Museum Junge Kunst in Frankfurt/Oder (dort Ankauf seiner großen
Installation "Ellen Dallon") und in New York gezeigt wurde, aufzufallen.
Der Kunsthistoriker Michael Freitag schrieb im umfangreichen Katalog unter anderem:
"Seit Jahren malt Zwinger, wohin es ihn immer drängte, ohne Hemmungen, verzweifelt,
impulsgesteuert. Er wollte radikal schöne Farben, unverschämte, also auch ungebrochen eigene und
darin eigentliche, lieber kranke Bilder als heile, lieber das blühende Scharlachrot vom Bruchrand
eines Geschwüres als ein sphärisches Raunen in lauter lauteren Zeichen. Ein Klima der Erfrorenheit,
des ungezügelten Vertrauens in die Spannkraft von Chaos und Irrsinn, eine Atmosphäre ungezügelter Freiheit
vor gehabten Ausdrucksereignissen. Und so kam Schwung in die Sache. Diese Bilder haben Luft, Transparenz,
Herausgehobenheit, den noblen Strich des Willentlichen, dazu den Glanz jenes Klatschmelzes, den Zwinger
an der "Fontaine" von Duchamp bewundert, weil er die Unausdenklichkeit dieser Skulpturalform liebt.
... Das hinterwärts grundierte Leinen - edle Kehrseite -, nicht Träger, sondern Gegenstand einer Malerei,
die Erhabenheit will, also Unberührbarkeit, also nicht das Hergebrachte."
|
|
Eröffnung:
Freitag, 30. Januar 2009
19.00 - 21.00 Uhr
Dauer:
31. Januar 2009
bis 14. März 2009
|