Gaulin und Partner präsentieren

BETTINA BLOHM  MALEREI
WERNER POKORNY  SKULPTUREN
THOMAS KLEEMANN  MALEREI

Für alle drei gezeigten Künstler ist es die Erstpräsentation ihrer Arbeiten auf der exponierten Galerieetage Friedrichstraße 210 am Checkpoint Charlie.

Die Premierenausstellung BETTINA BLOHMS - die gerade von New York kommend ihr neues Berliner Atelier bezogen hat - zeigt ihr grundsätzliches malerisches Anliegen: die erfolgreiche Verschmelzung kontrastierender Stile zwischen Gegenständlichkeit und Nicht-Gegenständlichkeit, und dies mit einer harmonischen Leichtigkeit, die noch vor 20 Jahren undenkbar gewesen wäre.

Im Dialog mit den Holz- und Cortenstahl-Skulpturen des Bildhauers WERNER POKORNY ergibt sich hier eine ideale Verbindung. Pokorny ist eine der profiliertesten Bildhauerpositionen in Deutschland und stellt in diesem Umfang erstmalig in Berlin aus.

Eine individuelle Malsprache und hohe kompositionelle Qualität zeichnen die Bilder des Berliner Künstlers THOMAS KLEEMANN aus, der nach vielen Jahren erstmalig wieder in Berlin gezeigt wird und das Triumvirat der Ausstellung komplettiert.



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Bettina Blohm
Bettina Blohm | "PARA" | 2008 | Öl auf Leinwand | 76 x 152 cm

Bettina Blohm
Die in Deutschland geborene und ausgebildete Malerin Bettina Blohm lebt seit 25 Jahren in New York. Die Stadt darf wegen ihrer langen Beziehung zum abstrakten Expressionismus in mancher Hinsicht als Ausgangspunkt ihrer Gemälde mit deren brillanter Farbgebung und brillanter Ausführung gelten. Im Gegensatz zu vielen Vertretern zeitgenössischer Kunst, die das Konzeptionelle sogar in der Sprache der Abstraktion betonen, prägt das malerische Werk von Bettina Blohm eine emotionale Komponente. Und tatsächlich: Das Gefühl liegt in ihrer Kunst nur knapp unter der Oberfläche und dies vermittelt eine neue, unabhängige Sicht auf die Entwicklungen in der Malerei, wie wir sie in den letzten Jahren beobachtet haben. Auch wenn die Künstlerin als der traditionellen Praxis verpflichtet erscheint, so ist sie doch gleichzeitig von einer Schaffenskraft, die aus dem aktuellen Diskurs der Abstraktion schöpft. Selbst dort jedoch begegnet sie uns in einer Eigenständigkeit und Kühnheit, die auch von ihrer Entschlossenheit herrührt, ganz sie selbst zu bleiben.

Jonathan Goodman (2009)


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Werner Pokorny
Werner Pokorny | "Wheel I-III" | 2009 | Skulpturen (Khaja-Holz | ca je 95 x 100 * 17 cm


Werner Pokorny
Einfach vertraut wirken die Skulpturen des Bildhauers Werner Pokorny. Elementare Formen wie das Haus, die Leiter, Kugel oder Schale, um die wichtigsten zu nennen, bewahren auch in unterschiedlichsten Konstellationen ihren ursprünglichen Charakter. Doch so selbstverständlich die Form sich nach außen gibt, so greifbar uns das Objekt und so bekannt uns die Chiffre erscheint, so eindeutig entziehen sich beide Ebenen einer Festlegung. Das immer wiederkehrende dialogische Prinzip des Außen und Innen, das stete Miteineinander von Offenheit und Geschlossenheit, Stabilität und Labilität, findet seine Entsprechung in der Wahrnehmung durch den Rezipienten. Kaum haben wir eine Form erfasst, entzieht sie sich einer Vereinnahmung und unser Blick wird auf die innere oder äußere, ursprüngliche oder jetzige und nicht zuletzt eine gegenläufige Gestalt gelenkt, mit der die zuerst gesehene existentiell verknüpft ist. Noch während wir die Form als Ganzes zu begreifen glauben, ist sie auch schon wieder entwichen und wir folgen einzelnen Spuren, die uns den Weg zurück entlang der faserigen Flächen wiederum hin zur Skulptur als autonomem Werk weisen. Idee und Metapher einen sich zur greifbaren Form, die sich doch subjektiv erleben lässt. Der vermeintlichen Klarheit antwortet Verunsicherung. Fast glaubt man, einer zur skulpturalen Form verdichteten, konkreten Utopie gegenüber zu stehen.

Birgit Möckel (2002)


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Thomas Kleemann
Thomas Kleemann
Archivbild | 2009 | Mischtechnik auf Leinwand | 130 x 110 cm

Thomas Kleemann
Das Erste, was beim Betrachten der Bilder Thomas Kleemanns ins Auge fällt, ist ein breiter, schraffurhafter Pinselstrich. Quastenartig, pastös, bestehend aus satter Binderfarbmasse und überkrönt mit Siliziumasche, ergibt er eine reliefartige, mit allen Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß spielende Architektur. Diese Grundstrukturen und ihre Grauvarianten sind die Basis für eine faszinierende Impression von Tiefe; sie imaginieren dreidimensionale Räumlichkeit in der Fläche des Bildträgers – so plastisch und so intensiv, dass der Blick des Betrachters buchstäblich in die Tiefe der Räume eingesogen wird. Trotz der Plastizität des Farbauftrags bleiben die Bilder durchsichtig, sind sie vielschichtig, erscheinen sie spielerisch. Durch die Zufügung von selten mehr als einer leuchtkräftigen Farbe – lichtdurchflutetes Gelb, strahlendes Kobaltblau, glutvolles Rot-Orange, irdene Brauntöne – entstehen verrätselte Farb- und Lichträume: weder real noch virtuell, vielmehr imaginative Räume, die auf geheimnisvolle Weise im spontanen Malakt aus der Intuition des Künstlers entstehen. (…) Wer will, wer seinem konventionellen Auge folgt und Bildtiteln traut, sieht in den Bildern Bücher, Avenuen, Häuser, Hangars, Bahnhöfe, Fenster, flaches Land. Eine solche Wahrnehmung ist zulässig, verengt aber doch den Blick und wird der Malerei nicht gerecht. Kleemanns Bilder sind eben keine Abbilder, haben keine realen Objekte im Sinn. Sie sind ebenso wenig realistisch wie abstrakt, vielmehr sind sie reine Produkte seines malerischkompositionellen Wollens und Könnens. Anders gesagt: Diese Bilder, die in keine Stil- und Richtungsschublade passen, können getrost als transversale Malerei betrachtet werden.

Björn Engholm (2005)


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Frank-Thomas Gaulin
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Öffnungszeiten
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