Gaulin und Partner präsentieren
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KERSTIN GRIMM ZEICHNUNGEN - SKULPTUREN
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JOSEPH KERSCHER PHOTOGRAFIE
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MICHAEL RAMSAUER MALEREI - ZEICHNUNGEN - SKULPTUR
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Zur Eröffnung spricht: Christoph Tannert, Direktor Künstlerhaus Bethanien.
Zur Einzelausstellung Michael Ramsauer erscheint ein Katalog
(Grußwort: Außenminister Frank Walter Steinmeier, Text: Christoph Tannert).
Die Künstler sind zur Eröffnung anwesend.
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KERSTIN GRIMM | "Stunde der Dämonen" | Kinderspiele 2008 | Zeichnungscollage | 98 x 180 cm
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KERSTIN GRIMM
Auf den gezeichneten, gemalten und collagierten Bildern von Kerstin Grimm
scheinen sich phantastische Wesen ein Stelldichein zu geben. Die Künstlerin
spielt mit Bruchstückhaftem, das zugleich in vergangener Zeit wie im Hier
und Heute angesiedelt scheint. So entstehen immer wieder neue Facatten einer
rätselhaften Welt, die den Träumen vergleichbar vertraut wie befremdlich
zugleich wirken, zu beängstigen wie zu verzaubern verstehen, eine Idylle nicht
zulassen, und dennoch nicht selten von hintergründigem Humor durchdrungen sind.
Doch immer wieder gelingt es Kerstin Grimm mit äußerst sensibler Hand,
Adaptionen von alten Geschichten, Märchen und Mythen nachhaltig erlebbar zu machen.
Farbig satte intensive Flächen, in die des öfteren auch glänzende
Papiere mit einbezogen werden, stehen dabei neben zarten Bleistiftzeichnungen, Überklebungen
von leicht geknittert strukturierten und übermalten Flächen, neben dem
glatten, zum Teil überzeichneten Grund. Doch letztlich verbindet sich alles
miteinander zu einer disharmonisch poetischen Einheit, zum lustvollen "Spiel am Abrund".
Brigitte Rieger Jähner - Museum Junge Kunst, Frankfurt (Oder)
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JOSEPH KERSCHER | "Spiegelportrait mit Schatten" | 2009 | Photografie | 55 x 85 cm
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JOSEPH KERSCHER
Der Berliner Fotograf Josep Kerscher, der von 1991- 1996 an der Berliner Universität
der Künste bei Shimon Attie und Dieter Appelt studierte, bezeichnet seine in der
Einzelausstellung gezeigte fotografische Serie auch als "Engramme". Als Engramme
bezeichnet man die im zentralen Nervensystem hinterlassene Spur eines Reiz- und
Erlebniseindrucks, die dessen Reproduktion zu einem späteren Zeitpunkt möglich macht.
Dargestellt werden ausschließlich einzelne Körper oder Köpfe im Raum. Während des
Aufnahmeprozesses befindet sich die abgelichtete Figur in permanenter Bewegung.
Die Kamera ist dabei zwischen 10 und 40 Sekunden lang geöffnet. Dadurch werden
die einzelnen Bewegungsphasen auf dem Bild übereinander projiziert. Infolgedessen
verliert die dargestellte Bewegung ihre Kontinuität; das oberflächliche Abbild
wird aufgelöst und ist kein organisches, unversehrtes Ganzes mehr.
Durch die Präsenz der Figur wird der sie umgebende Raum mit Spannung aufgeladen
und erkennbar. Die Aufnahmen versuchen den Ausgleich zwischen der unkontrollierten
Bewegung und der Sachlichkeit des Raumes. Bisweilen funktioniert der Raum als Falle:
Die multiplen Realitäten der bewegten Figur verfangen sich im Raum, die Falle
schnappt zu, und der Zufall ist perfekt.
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MICHAEL RAMSAUER
Strassenmuskelmann | 2008/2009 | Öl auf Leinwand | 150x180 cm
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MICHAEL RAMSAUER
Die Einzelausstellung "Auswärtiges" von Michael Ramsauer versammelt jüngste Arbeiten,
die unter anderem in den ersten Monaten diese Jahres in dem "artist-in-residence-Atelier"
des Auswärtigen Amtes über den Dächern von Berlin entstanden sind.
Neben seiner Beschäftigung in Genres Landschaft, Stillleben oder Figurenbild, die ihm in
der klassischen Tradition immer auch als künstlerische Vergewisserung dienen - treten
seit 2006 im parallel entstehenden Werk furios gemalte Städtebilder, die die Gegenwart
der Metropolen ins Bild holen. Diese Entwicklung ist maßgeblich durch die Aufenthalte
unter anderem in Seoul/Korea und - seit Bezug seines Berliner Ateliers - durch die
Erfahrungen in der sich zur Metropolen entwickelnden Hauptstadt Berlin beeinflusst.
"Wenn Ramsauer nach dem Prinzip Stadt forscht, steht alles farbgesättigt vor Augen
und muss nicht mehr erklärt werden. Hier setzt einer auf Farbe statt auf Zeigefinger ins Nichts.
Das Metropolitane fügt und lockert die Gesellschaft, vervielfältigt ihre Verknüpfungen und
Abgrenzungen, beschleunigt den Kreislauf von Auflösung und Komprimierung. An diesem Prinzip
scheiden sich die Geister. Dem Konservativen ist unwohl in einer Welt, in der nicht alles am
Platz bleibt. Ramsauer dagegen malt Stadt als Möglichkeitsraum - auch ästhetisch.
Christoph Tannert, Direktor Künstlerhaus Bethanien, Berlin
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