Gaulin und Partner präsentieren
Rainer Kriester
Malerei | Skulpturen | Zeichnungen
Rainer Kriester | Rotes Bild | 1964 |
146 x 160 cm | Öl auf Leinwand
Rainer Kriester | Kleiner Denker | 1975 |
14 x 18 x 16 cm | Bronze
Zur Seite des Künstlers
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Rainer Kriester (1935 - 2002)
Nach 35 Jahren harter Bildhauerarbeit in Berlin und Castellaro (Ligurien) hinterlässt
der Künstler Rainer Kriester ein umfassendes Wer von 1.763 Stelen und Kopfplastiken,
aus Stein, Holz und Bronze, die in einen Dialog treten zur Umwelt, zum Menschen als
kritischer Beobachter, immer aber auf der Suche nach der Form, dem Ausdruck, dem eigenen Stil.
Kriester stammt aus der ehemaligen DDR, wo er wegen so genannter Staatsverleumdung inhaftiert wird.
Das Medizinstudium hängt er an den Nagel, er flüchtet in den Westen und beginnt sein Studium der
Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin.
Aber die Bildhauerei wird seit Mitte der 70er Jahre seine eigentliche Profession
und die Bilder verschwinden im Depot.
Es sind Bilder aus den 60er Jahren, die jetzt (Ausstellungseröffnung am 18. Januar 2008)
in der Berliner Galerie Gaulin und Partner am Checkpoint Charlie zum ersten Mal gezeigt werden.
Sie komplettieren das große Werk Kriesters und macht es vor allem aber begreifbarer.
Kriesters bildhauerisches Werk steht unter dem Signet des Kopfes. Immer hat der Künstler,
der einen guten Teil des Jahres im Schatten ligurischer Sarazenentürme arbeitete,
in Stein, Bronze und wieder in massivem Stein, das Bild des bedrängten, gemarterten
und ratlosen Menschen dargestellt: geblendete Gesichter, verschnürt, vernagelt.
Hände vor das Antlitz geschlagen.
In den 80er und 90er Jahren tauchen feine Linien in den Skulpturen auf, geometrische Figuren,
Augenformen, literarische Texte (Pavese, Villon, Neruda, Montale) und Zahlenreihen überziehen das Werk.
Jede Linie und jede Zahl symbolisiert eine Lebenslinie, markiert Zeitläufe.
Die Zahlen umfassen die Dimension zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen, sind Inbegriffe des
Schicksalhaften der Kreatur, letztlich ein Versuch, Schöpfung zu erfassen.
In dieser Zeit entstanden in Berlin die "Kopfzeichen", "Gezeichnete Köpfe" und
Fragmente und in Castellaro die großen Steinstelen und Köpfe, die "Sonnenzeichen".
Seit 2003 ist es die Fondatione Kriester "PARCO DELLE SKULPTURE", die den Geist
Kriesters unter der Leitung von Christiane Kriester weiterleben lässt. Sie ist es auch,
die das Werk des Künstlers mit internationalen Ausstellungen begleitet.
Diese Retrospective umfasst eine Auswahl von 85 Arbeiten: Skulpturen (Bronze, Holz und Stein),
Ölbilder und Zeichnungen von 1964 bis 2001.
Die Filme "KRIESTER - Ein Leben für die Kunst" 2006 (35 Minuten und der Film
"Checkpoint Charlie" 1975 (14 Minuten), beide von Gerhard Labudda können auf Anfrage
gezeigt werden.
Zur Ausstellung am 18.1.2008 spricht Björn Engholm.
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Eröffnung:
Freitag, 18. Januar 2008
19.00 - 21.00 Uhr
Dauer:
19. Jan. 2008
bis 1. März 2008
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