Lied der Lieder 1800 oder 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung ist dieses Lied wohl aufgeschrieben worden. Das genaue Datum ist unbekannt, auch der Verfasser. Sicher aber ist, dass diese Worte aus dem Hohelied Salomos noch heute bei uns ankommen. Klaus Reichert hat 1998 eine neue Übersetzung dieser Sammlung locker zusammengefügter Liebeslieder vorgelegt, dem Lied der Lieder. 

Die Sequenzen haben nun etwas luftiges, leichtes, flirrendes und es wird spürbar, dass es sich im Ursprung um einen gesprochenen oder gesungenen Text handelte.

Er wird zu einem vielstimmigen Klangkörper. Der Übersetzer schreibt: "Ich habe versucht, die alten Buchstaben mit den Sinnen neu zu lesen. Nachzufühlen, nachzuhorchen, was sie sagen und wie sie sagen." 

In den Zeilen ist immer der Atem der jeweils Sprechenden zu spüren. Es tauchen die Stimmen der Liebenden auf. Die Nuancen der Düfte und Gewürze transportieren uns in ferne Länder und Landschaften voller Berge und Täler, voll mit Wein, Öl, Wacholder, Zedern, Myrrhe, Ziegen und Schafen und aller Arten von Blumen. 

Als ich im Kommentar des Übersetzers von einem "leeren Blatt und am Rande eine einzelne Blüte" las, war die Bildidee klar: leere, weite Flächen voll mit einer einzigen Farbe in allen Farbnuancen und darin eine "Blüte", die zwei Liebenden:

Weiterlesen: Antje Wichtrey "Lied der Lieder"



Titel Blaue Kuh internet"Die Blaue Kuh" ist ein farbenfrohes Buch mit Aquarell- und Kohlearbeiten der gleichnamigen skurrilen Ballade über eine eigensinnige Kuh, die erst ihre eigene Milch und dann sich selbst austrinkt.

Geschrieben und vertont hat Armin Mueller-Stahl das Stück, das sich auf den zweiten Blick als symbolträchtige Fabel erweist, bereits vor 50 Jahren.

Auf der CD "Es gibt Tage" hat der ausgebildete Musiker "Die Blaue Kuh" und weitere zu DDR-Zeiten von ihm verfasste Balladen selbst eingesungen.

In Zusammenarbeit mit dem Hatje Cantz Verlag ist dieses Buch entstanden.

Als Sonderedition des Kunsthauses Lübeck ist eine Farbradierung des Künstlers mit Buch erschienen und ist für 180,00 € erhältlich. 

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Markus Luepertz Heinrich-MannMarkus Lüpertz insistiert mit seinen Skulpturen stets im weitesten Sinne eine Rückbesinnung auf das gesellschaftliche und kulturelle Bewusstsein. Hier nicht zuletzt durch die Eindeutigkeit des Werk-Titels, setzt Lüpertz das „Ich“ mit dem Literaten Heinrich Mann und der Schlüsselfigur Henri Quatre aus Manns gleichnamigem Hauptwerk in Beziehung. Versteht sich das „Ich“ als das des Künstlers, könnte Lüpertz’ Büste als Verschmelzung aller drei Bezeichneten gelesen werden, gleichsam als Zusammenkunft von bildender Kunst und Literatur sowie als ein Überschreiten der Grenze von Fiktion und Realität. Letzteres zum einen durch das in Beziehung setzen von Mensch und fiktionalem Charakter, zum anderen vor dem biographischen Hintergrund Heinrich Manns, der seine persönlichen Ansichten gleichsam in seine Werke einfließen ließ. In diesem Zuge wird die Skulptur zur Folie einer erneuten Auseinandersetzung von Geschichte und Gegenwart, bei dieser jedoch das Diktum der Imagination den Vorrang vor der Realität erhält. Dieserart schafft Lüpertz die Voraussetzung eigener Ingeniosität.

Markus Lüpertz erschafft Skulpturen, welche gleichfalls als Bilder im Raum betrachtet werden können. Ebenso wie die plastische Struktur, die sich in seinen malerischen Werken dem Betrachter unweigerlich ins Bewusstsein drängt, versteht Lüpertz den Moment des Malerischen in die farbige Erscheinung seiner Plastiken zu überführen. Zu Teilen scheint die Skulptur in ihrer Formgebung und Bedeutungsebene gar zugunsten einer „Oberflächenschönheit“, wie Lüpertz im Zuge seiner Plastiken konstatiert, zurückgenommen. Farbe wird auf diese Weise, ähnlich wie in frühen Arbeiten Lüpertz, so unter anderem in seiner Bronzeskulptur „Standbein – Spielbein“ aus dem Jahr 1982, zu einem konstituierenden Element, welches nicht zuletzt zur Unverwechselbarkeit seiner Werke beiträgt.

Bronzeskulptur 2015, handbemalt, 38,5 x 20 x 17 cm, 45 Exemplare zzgl. e.a., signiert und nummeriert, Preis auf Anfrage


art-karlsruhe5Der bildende Künstler Armin Mueller-Stahl schuf in Zusammenarbeit mit dem renommierten Siebdrucker Gundolf Roy aus Zülpich dieses Mappenwerk, bestehend aus vier Farbsiebdruckvarianten. Es ist nicht nur eine Hommage an den Musiker John Lennon, sondern durch die Gestaltung der Arbeiten, gleichermaßen auch an die amerikanische Pop-Art.

Armin Mueller-Stahl, geboren 1930 in Tilsit/Ostpreußen, international berühmt geworden als Schauspieler, ist darüber hinaus studierter Konzertgeiger, Schriftsteller, Drehbuchautor sowie Maler und Grafiker. Das Spektrum seiner bildkünstlerischen Techniken ist breit. Neben Zeichnungen und Leinwandarbeiten verwendet er die Lithografie, Radierungen, Mischtechniken und den Siebdruck bis hin zu modernen digitalen Druckverfahren.

Mappenwerk mit vier Siebdrucken 2015, Papiergröße 100 x 70 cm, Darstellung 69,5 x 49,5 cm, 120 Exemplare, signiert und nummeriert, Preis auf Anfrage